Die Bewegung der urbanen Gärten

Allmende-Kontor
Der Garten des Allmende-Kontors auf dem Tempelhofer Feld in Berlin

In vielen Städten rund um den Globus wächst die Anzahl der so genannten urbanen Gärten oder Stadtgärten stetig. Mehr und mehr Bürger in verschieden großen Städten tun sich zusammen und Gärtnern gemeinsam auf mehr oder weniger öffentlichen Flächen. Ob gemeinsames Anbauen von Gemüse und Zierpflanzen oder Ausprobieren verschiedener alternativer Anbautechniken wie Permakultur und Gärtnern nach Mondkalendern ist von Projekt zu Projekt unterschiedlich. Es geht darum sich auch in der Stadt die Möglichkeit zu erhalten mit der Natur in Kontakt zu treten und von ihr zu lernen.
In vielen Städten wird diese Entwicklung auch von Verwaltung und Politik gerne gesehen. Beispiele, wie die essbare Stadt Andernach oder die Gärten des Allmende Kontor in Berlin machen Lust aufs Nacheifern.

Auch in geografischer Nähe hier in Hessen gibt es gute Beispiele, wie eine erfolgreiche Zusammenarbeit von Stadtgärten und Verwaltung aussehen könnte. Zum Beispiel in der Finanzmetropole Frankfurt

Was die meisten Gartenprojekte gemeinsam haben ist ihr nachhaltiger und umweltfreundlicher Grundsatz. Es werden keine chemischen Düngemittel und Pestizide verwendet und beim Gärtnern wird schonend und aufmerksam mit der Natur umgegangen. Abfälle werden so gut wie möglich vermieden oder in Kreisläufe eingebunden.

Wie sieht es in Gießen aus?

Auch hier in Gießen gibt es die Möglichkeit sich in solchen Projekten zu engagieren und seine Ideen ein zu bringen. Dabei ist jeder willkommen und das Einbringen von eigenen Ideen und Erfahrungen ausdrücklich erwünscht. Welche Gruppen es bereits gibt und wo ihr noch mit anpacken könnt erfahrt ihr hier.

Um Synergieeffekte zu nutzen und gleichgesinnte Gießener zusammen zu führen entstand die Idee ein Netzwerk als zentrale Anlaufstelle zu etablieren. Das Wurzelwerk. Ein zentraler Ansprechpartner für Verwaltung und Behörden erleichtert die Kommunikation zwischen Stadt und Gärten. Gerade mit dem Grünflachen- und Fuhramt ist eine Kooperation durchaus sinnvoll.

Frische Erde gab es von Zaug
Frische Erde gab es von der ZAUG Recycling GmbH

So können „Abfälle“, die beim Pflegen der Grünflächen anfallen in den Gartenprojekten wieder verwendet werden. Durch eine Kooperation mit der ZAUG Recycling GmbH gab es zum Beispiel in der Vergangenheit Erde für einige der Projekte.
Das Wurzelwerk soll auch als erste Anlaufstelle für Interessierte und als Plattform für engagierte Menschen dienen, die nach Mitstreitern für ein neues Projekt suchen. Wir wollen regelmäßig Veranstaltungen, wie Sommer-/Frühlings- oder Erntedankfest planen und gemeinsam ausführen um für einen regen Austausch zu sorgen. Auch Vorträge zur gemeinsamen Wissenserweiterung um unsere Fähigkeiten im Garten auch weiter voran zu treiben stehen auf der Agenda.

Das Wurzelwerk wird ehrenamtlich von einigen aktiven Stadtgärtnern betrieben und läuft neben Job oder Studium. Auch hier sind helfende Hände und frische Ideen gerne gesehen. Wenn auch du bei uns mitmachen willst melde dich bei uns. Per Mail oder Facebook.